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„Freunde gehören zum Kostbarsten, was es auf der Welt gibt“

Libori-Pontifikalamt mit den Jugendlichen und Zukunftszeit-Fotoaktion

Weihbischof Hubert Berenbrinker nahm in seiner Predigt die Freundschaftsbänder zum Ausgangpunkt, die junge Erwachsene der KJG vor dem Gottesdienst verteilten. (Foto: pdp)

Zum Ein- und Auszug ins Pontifikalamt mit den Jugendlichen trugen Vertreter der Jugendverbände ihre Fahnen in den Hohen Dom. (Foto: pdp)

Valentin Niediek (links) und Anna Hans von der Katholischen Jungen Gemeinde verdeutlichten anhang eines Ankers, dass Freundschaft Halt bieten könne. (Foto: pdp)

Libori-Gäste zeigen vor der Kamera Gesicht gegen Fremdenfeindlichkeit. (Foto: BDKJ)

Die Jugendverbände sammelten zu Libori auf dem Platz der Verbände Stunden für die Aktion "Zukunftszeit" (Foto: BDKJ)

Wer am Freitagabend das Libori-Pontifikalamt mit den Jugendlichen im Hohen Dom besuchte, erhielt am Eingang ein kleines Geschenk: Junge Leute aus der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) verteilten bunte Freundschaftsbänder an die Gottesdienstbesucher und nahmen so Bezug auf das diesjährige Leitwort des Libori-Festes: „Freundschaft ist heilig – L’amitié est sacrée“. Das Pontifikalamt feierte Weihbischof Hubert Berenbrinker, der in seiner Predigt die Freundschaftsbänder zum Thema machte. 

Der Weihbischof verwies auf die verwobenen bunten Fäden der Armbänder und stellte die Frage, welche Eigenschaften in einer Freundschaft miteinander verwoben sein müssten, damit sie strapazierfähig und belastbar sei. Als Antworten darauf trugen Jugendliche verschiedene Symbole in den Altarraum und deuteten sie: eine Blume als Zeichen dafür, dass Freundschaft gepflegt werden muss, damit sie nicht vertrocknet; einen Regenschirm als Zeichen dafür, dass Freundschaft einen geschützten Raum darstellt; einen Anker als Zeichen für den Halt, den Freundschaft bieten kann; ein Netz. Eine Freundschaft mit diesen Eigenschaften ergebe ein beständiges Band, das einiges aushalte und nicht so schnell zerreißen könne, so Weihbischof Berenbrinker.  

„Freunde zu haben gehört zu dem Kostbarsten, was es auf der Welt gibt“, fuhr er fort. Besonders wertvoll sei die Freundschaft, die Jesus schenke. Auch diese besonders heilige Freundschaft verdeutlichten Jugendliche anhand von einigen Symbolen: ein Herz als Zeichen der Liebe, die Jesus für die Menschen empfinde; ein Kreuz als Zeichen dafür, dass Jesus aus Liebe zu den Menschen sein Leben hingegeben habe; Brot und Wein als Zeichen dafür, dass Jesus den Menschen in der Eucharistie bis heute als Freund begegne. 

Zum Friedensgruß waren die Gottesdienstbesucher eingeladen, ihren Nachbarn das zu Beginn als Geschenk erhaltene Freundschaftsband um den Arm zu binden. Auf diese Weise werde die Verbundenheit untereinander und mit Jesus sichtbar, sagte Weihbischof Berenbrinker.

In diesem Jahr hatte die Katholische Junge Gemeinde (KJG) den Libori-Gottesdienst mit den Jugendlichen vorbereitet. Tobias Heinrich, der im Erzbistum Paderborn der erste Laie in der geistlichen Leitung eines Jugendverbandes ist, begrüßte die Gottesdienstbesucher und stellte die KJG als Verband vor, den dynamisches Engagement aus dem Glauben heraus auszeichne. Musikalisch wurde das Pontifikalamt von jener Band gestaltet, die seit vielen Jahren die Pilgerfahrt der Malteser nach Lourdes begleitet. Es konzelebrierten Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder und Pastor Markus Wippermann, Dekanatsjugendseelsorger im Dekanat Emschertal und am 1. September 2017 BDKJ-Diözesanseelsorger. (pdp)

Der BDKJ und seine Mitgliedsverbände hatten am Tag der Jugend wieder zum "Platz der Verbände" auf Libori geladen. Jugendverbandlerinnen und -verbandler sowie zahlreiche Libori-Gäste waren dort den ganzen Tag über aufgefordert, sich gegen Fremdenfeindlichkeit stark zu machen. Dafür veranstalteten die katholischen Jugendverbände eine Fotoaktion zur BDKJ-Kampagne "Zukunftszeit – Gemeinsam für ein buntes Land" und widerlegten dabei Stammtischparolen, die typisch für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit sind.