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16.06.2015

Aktiv in der Flüchtlings- und Friedenspolitik

Katholische Jugendverbände tagen eine Woche vor Weltflüchtlingstag


Paderborn. Der Diözesanverband des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) macht sich in Zukunft vermehrt für Geflüchtete, für Verständigung und Frieden stark. Dies war ein Ergebnis der Diözesanversammlung des BDKJ im Erzbistum Paderborn, die am vergangenen Wochenende im Jugendhaus Hardehausen tagte. Rund 50 Teilnehmende berieten aktuelle Themen aus Kirche, Gesellschaft und Politik, feierten gemeinsam Gottesdienst und gestalteten aktiv die Arbeit des BDKJ mit.

Die Jugendverbände im Erzbistum Paderborn brachten mit der Situation junger Flüchtlinge ein hochaktuelles Thema auf die Tagesordnung ihrer ersten Diözesanversammlung im laufenden Jahr. Zukünftig sollen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch den BDKJ für die pädagogische Arbeit mit jungen Flüchtlingen qualifiziert werden. Der Dachverband der katholischen Jugendverbände möchte außerdem Verbandsgruppen finanziell unterstützen, die ihr Angebot für Kinder und Jugendliche aus geflüchteten Familien ausweiten. „Wir möchten hier die Stärken unserer Verbände nutzen“, sagte Sebastian Koppers, Diözesanvorsitzender des BDKJ. Mit der entsprechenden Qualifikation könnten die Ehrenamtlichen einen wichtigen Beitrag zur konkreten Unterstützung von geflüchteten Familien leisten, so Koppers.

In dieser Woche werden anlässlich des Weltflüchtlingstages wieder die aktuellen Flüchtlingszahlen veröffentlicht und es werden Negativrekorde erwartet. Die Thematik beschäftigte die Versammlung auch außerhalb des Sitzungssaals: in den Pausen besuchten die Delegierten gemeinsam den Truck des internationalen Hilfswerks „missio“, welcher anhand einer multimedialen Ausstellung für die Ausnahmesituation Flucht sensibilisierte. Der Truck war für die Diözesanversammlung auf das Gelände des Jugendhauses eingeladen worden. In einem gemeinsamen Gottesdienst ermutigte BDKJ-Diözesanseelsorger Thomas Bensmann dann dazu, sich im Vertrauen auf den sorgenden Gott für ein friedliches „Mit-Leben“ zu engagieren. Vertrauen und Hoffnung komme angesichts von Misstrauen und Angst der Menschen untereinander eine große Bedeutung zu, so Bensmann.

Auf der zweitägigen Versammlung verpflichteten sich die katholischen Jugendverbände dazu, eine aktive friedensethische Arbeit zu betreiben und beschlossen, entsprechende Angebote für Jugendliche und Kinder zu schaffen. „Es ist der richtige Zeitpunkt, um unsere Friedenspolitik zu intensivieren“, sagte BDKJ-Diözesanvorsitzende Annika Manegold im Laufe der Diskussionen. Aufgrund der vielen kriegerischen Auseinandersetzungen überall in der Welt hatte sich der BDKJ schon im Herbst letzten Jahres mit einem offenen Brief an die Politik gewandt. „Kinder und Jugendliche wollen Frieden. Sie wollen leben, spielen, lernen und in einer bunten Welt aufwachsen“, hieß es darin.


Die BDKJ-Diözesanversammlung ist das höchste demokratische Gremium der Katholischen Jugendverbände im Erzbistum Paderborn. Der BDKJ ist Dachverband von zehn Katholischen Jugendverbänden mit rund 70.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft.

Hier geht es zur Diözesanversammlung im JUPA-Video


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