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23.06.2014

Ökologisch, sozial und heiß begehrt: Die faire Kohle ist da!

Katholische Jugendverbände im Erzbistum Paderborn unterstützen „Faire Grillkohle“ von den Philippinen.


Ein 2kg-Sack voll mit fairer Grillkohle

BDKJ-Diözesanvorsitzende Annika Manegold, Peter Bednarz (Fachreferent der Ev. Jugend in Westfalen) und Melanie Fecke (zuständige BDKJ-Referentin) mit der Fairen Grillkohle

Kohle aus Kokos-Schalen

Paderborn. Die Grillsaison ist im vollen Gange und der Verkauf von Würstchen, Grillfleisch und Holzkohle läuft auf Hochtouren. Auch beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Diözesanverband Paderborn drehte sich in diesen Tagen alles um das „schwarze Gold“: Insgesamt 250 Säcke faire Grillkohle erreichten in der letzten Woche die Diözesanstelle und wurden seitdem an die katholischen Mitgliedsverbände des BDKJ, kooperierende Einrichtungen und Privatpersonen weitergegeben.

Vorteile für Umwelt, Erzeuger und Verbraucher

Bei der besonderen Holzkohle handelt es sich um Briketts aus Kokosnuss-Schalen von den Philippinen – ein Abfallprodukt, das bei der Herstellung von Kokos-Produkten entsteht und in Deutschland eine neue Verwendung findet. Denn was die meisten Grillfreunde hierzulande nicht wissen: rund 95 % der benötigten Holzkohle werden importiert, davon ein Großteil aus den Tropenwäldern der Südhalbkugel. Für die faire Kohle hingegen wird kein Primärwald gerodet, sondern mit Kokosnuss-Schalen ein CO2-neutrales Ausgangsprodukt verwendet. Darüber hinaus findet die Produktion unter menschenwürdigen Bedingungen statt und Kinderarbeit wird ausgeschlossen – anders als bei konventioneller Kohle aus dem Supermarkt.

„Wir wissen oft gar nicht, dass wir beim Grillen ein Stück Regenwald verglühen“, so BDKJ-Diözesanvorsitzende Annika Manegold. Umso wichtiger sei es, kleine Vorhaben und Projekte zum kritischen Konsum direkt zu unterstützen. „Wir sollten es schaffen, dass unsere Grill-Leidenschaft nicht auf die Kosten Anderer geht!“ Das Projekt zur Herstellung fairer Grillkohle auf den Philippinen wird von verschiedenen internationalen Partnern unterstützt. In Deutschland sind dies die Evangelische Jugend von Westfalen und der BDKJ, in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend NRW.

Schon jetzt ausverkauft

Insgesamt fünf Tonnen der Kohlebriketts erreichten Anfang Juni per Frachtschiff den Hamburger Hafen. Noch vor Auslieferung führten die vielen Vorbestellungen zu einem Ausverkauf der importierten Ware. Peter Bednarz, Fachreferent bei der Evangelischen Jugend von Westfalen und Koordinator des Projekts, zeigte sich bei der Auslieferung in Paderborn begeistert: „Wir sind völlig überwältigt von der Nachfrage und sehr dankbar für das Vertrauen in unser Produkt“ Nach dieser erfolgreichen Testphase des Projekts „Faire Grillkohle“ soll es nun in großen Schritten weitergehen. „Unser Ziel ist es ganzjährig liefern zu können. In der Zwischenzeit verbessern wir noch einmal die Verpackung und die Briketts und programmieren einen Online-Shop“, so Bednarz.

Die faire Grillkohle dürfte in den kommenden Wochen bei Ferienfreizeiten und Aktionen der BDKJ-Mitgliedsverbände für reichlich Hitze sorgen. Dabei ist sie sehr ergiebig, es werden vor allem die langanhaltende, gleichmäßige Glut und die guten Brenneigenschaften der Briketts geschätzt. Zwar sind diese etwas schwerer zu entzünden als herkömmliche Grillkohle, doch verhält es sich dabei eben genauso wie mit der Nachhaltigkeit an sich: ist der Funke erst einmal übergesprungen und sind Viele Feuer und Flamme, dann hat man wirklich lange etwas davon!


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