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106 Delegierte tagen drei Tage im virtuellen Tagungsraum

Die erste digitale BDKJ-Hauptversammlung fasst Beschlüsse und führt Personalwahlen durch

Der neu gewählte BDKJ-Bundesvorstand; Quelle: BDKJ-Bundesstelle/Christian Schnaubelt

Düsseldorf, 26. Juli. 106 Delegierte haben vom 24. bis 26. Juli virtuell diskutiert und gewählt. Erstmals in der Geschichte des BDKJ fand das höchste beschlussfassende Gremium der katholischen Jugendverbandsarbeit in einem digitalen Format statt. „Das Corona-Virus hat uns gezwungen umzudenken. Wir haben einige positive Impulse aus der diesjährigen Hauptversammlung mitgenommen, die wir auch für künftige, hoffentlich bald wieder analoge Veranstaltungen nutzen können“, sagt BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier.

Mit einem Beschluss zum Thema Inklusion erweitert der BDKJ sein Engagement im Bereich Diversität. Schon jetzt ist das gemeinsame Verbandsleben von Menschen mit und ohne Einschränkungen gelebte Realität. Der Beschluss soll vorhandene Strukturen fördern und neue Inklusionslösungen schaffen. Außerdem fordert der Dachverband der die katholischen Jugendverbände flexible und unbürokratische finanzielle Mittel für inklusive Projekte von Engagierten vor Ort.

Die BDKJ-Hauptversammlung erteilt der Strategie der AfD, Jugendverbände unterwandern zu wollen und den Versuchen, die Begriffe Tradition und Heimat nationalistisch und rassistisch umzudeuten eine klare Absage. Dieser Beschluss ist eine Ergänzung zu dem 2016 gefassten Beschluss „Wir widersprechen, weil wir glauben“. Hintergrund der Ergänzung ist, dass die AfD in einem Strategiepapier dazu rät auf Verbände und Vereine, die „Traditionen pflegen“ zuzugehen. Explizit benannt werden hierbei Schützenvereine, christliche Gemeinschaften und Brauchtumspflege. „Eine Mitgliedschaft in der AfD, in der Jungen Alternative oder anderen rechtspopulistischen, rechtsradikalen und rechtsextremen Organisationen ist mit der Mitgliedschaft in einem BDKJ-Jugendverband unvereinbar“, sagt Lisi Maier.

Des Weiteren fasste die BDKJ-Hauptversammlung Beschlüsse zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt und zum kürzlich veröffentlichten Schreiben aus dem Vatikan zur Rollenverteilung von Lai*innen und Klerikern. Hierbei handelte es sich um einen Dringlichkeitsantrag des BDKJ-Diözesanverband Paderborn e. V. und des BDKJ-Diözesanverband Aachen. 

Der zweite Tag der Hauptversammlung stand im Zeichen der Wahlen. Mit Bundespräses Stefan Ottersbach hat der BDKJ eine neue geistliche Verbandsleitung. Gregor Podschun wurde zum neuen BDKJ-Bundesvorsitzenden gewählt. Katharina Norpoth hat das Amt der ehrenamtlichen BDKJ-Bundesvorsitzenden, dass sie seit 2015 innehatte, abgegeben. Dieses Amt wurde nicht nachbesetzt. Lisi Maier setzt ihr Engagement als BDKJ-Bundesvorsitzende fort.

Alle Beschlüsse sind auf www.bdkj.de/hauptversammlung2020 in vorläufiger Fassung einsehbar.

PM: BDKJ-Bundesstelle