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Statement des BDKJ-Diözesanvorstandes zum nachsynodalen Schreiben „Querida Amazonia“ des Papstes

Foto: BDKJ-Diözesanverband Paderborn e.V.

Der BDKJ-Diözesanvorstand erklärt zum nachsynodalen Schreiben „Querida Amazonia“ des Papstes: Wir begrüßen die Aufforderung multinationale Konzerne in die Pflicht zu nehmen und sie deutlich mehr auf Umweltstandards und Menschenrechte zu verpflichten. In diesem Zusammenhang macht sich der BDKJ mit vielen weiteren Verbänden und Organisationen für ein wirksames Lieferkettengesetz stark (https://lieferkettengesetz.de/).

Absolut enttäuschend ist die Reformunwilligkeit des Papstes in Fragen des verpflichtenden Zölibats, der Rolle der Frau in unserer Kirche und damit auch die Frage der Machtverteilung. Wir bedauern, dass die guten und wichtigen Empfehlungen der Synodenteilnehmer*innen kaum Berücksichtigung finden. Insbesondere den Ausschluss von Frauen in Weiheämtern in unserer Kirche können wir in keiner Weise nachvollziehen. Der Papst warnt vor einer „Degradierung“ der Frau — wir sehen aber in der Beibehaltung des „Status Quo“ eine Diskriminierung und Herabwürdigung von Mädchen und Frauen in unserer Kirche.

Die offensichtliche Verweigerungshaltung aus Rom, sich mit drängenden Themen auseinanderzusetzen, enttäuscht uns schwer. Wir setzen darauf, dass der Synodale Weg ernsthaft und entschlossen an den drängenden Fragen arbeitet und wirksame Antworten findet, um den Willen des Gottesvolkes Rechnung zu tragen.