BDKJ Paderborn
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Ferienfreizeiten verbinden Spiel, Spaß und Inhalt

26.06.2015

7.000 Kinder und Jugendliche auf Ferienfreizeiten der Katholischen Jugend / Auch Kinder mit Fluchterfahrungen nehmen teil


Die gemeinsam verbrachten Ferien stärken die jungen Menschen und schaffen einen starken Zusammenhalt

Der BDKJ-Stadtverband Hagen bietet eine Ferienfreizeit für Kinder aus geflüchteten Familien an

Paderborn. Endlich wieder Ferien! Die katholischen Jugendverbände im Erzbistum Paderborn starten mit Beginn der Sommerferien in über 150 Ferienfreizeiten ins In- und Ausland. Den insgesamt rund 7.000 Kindern und Jugendlichen werden in den kommenden sechs Wochen nicht nur unvergessliche Urlaube geboten. In den meist mehrwöchigen Ferienfreizeiten setzen sich die jungen Teilnehmenden auch intensiv mit Themen aus Kirche, Politik und Gesellschaft auseinander. In diesem Jahr nehmen auch vermehrt Kinder und Jugendliche, die aus Krisengebieten geflüchtet sind, an den Freizeiten teil.

Ferienfreizeiten haben in der katholischen Jugendarbeit eine lange Tradition. Das Spektrum reicht vom Lagerfeuer und Großgruppenspiel, über Nachtwanderungen bis hin zum Gottesdienst unter freiem Himmel. „Die bewährten Formen bieten einen guten Rahmen, um sich gemeinsam mit christlichen Werten und gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen“, sagt dazu Sebastian Koppers, Vorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Diözesanverband Paderborn. Aktuelle Themen aus den Jugendverbänden, wie Kindesschutz und Nachhaltigkeit, kämen auf unterschiedliche Weise in den Ferienfreizeiten zum Tragen. So werde mancherorts ausschließlich auf fairer Kohle gegrillt und sich bemüht, regionale Kost aufzutischen. Um das Thema Kindeswohl zu verinnerlichen, nehmen die Leiterinnen und Leiter der Freizeiten das ganze Jahr über bereitwillig an Präventionsschulungen und Gruppenleiterkursen teil, so Koppers.

Auch Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrungen benötigen ein Gemeinschaftsgefühl, wie es während der Ferienfreizeiten entsteht. Nur wenige geflüchtete Familien kennen aber die Angebote vor Ort, oft fühlen sie sich fremd und isoliert und haben traumatische Erfahrungen gemacht. Um hier eine Veränderung zu bewirken, stellen die katholischen Jugendverbände sich nun darauf ein, vermehrt auch Flüchtlingskindern eine Teilnahme an ihren Ferienfreizeiten zu ermöglichen. An einem Wölflingslager der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) im Stadtgebiet Hagen werden in diesem Sommer erstmalig Flüchtlingskinder teilnehmen und der dort ansässige BDKJ-Stadtverband wird eigens eine Ferienfreizeit für Kinder aus einer Flüchtlingsunterkunft anbieten. In den kommenden Monaten möchte der BDKJ die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Erzbistum für diese neuen Herausforderungen qualifizieren und Gruppen finanziell unterstützen, die ihr Angebot für Kinder und Jugendliche aus geflüchteten Familien ausweiten.