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Weltjugendtag im australischen Winter

24.06.2008

300 junge Pilger aus dem Erzbistum Paderborn sind bei dem großen Glaubensfest in Sydney dabei


Ja, schick! Andreas Neuser und Meinolf Wacker mit Hüten der deutschen Pilger.

Paderborn (pdp). „Denken Sie bitte daran, einen warmen Pullover einzustecken!“ Diese Empfehlung, die die rund 300 Weltjugendtagspilger aus dem Erzbistum Paderborn von ihren australischen Gastgebern erhielten, löste zunächst ein gewisses Erstaunen aus. Immerhin findet der 23. Weltjugendtag mitten im Juli statt, wenn ganz Deutschland Sommerferien hat. Auf dem fünften Kontinent sieht das jedoch anders aus: Dort zählt der Juli zu den Wintermonaten.

In Sydney, wo vom 15. bis 20. Juli der Weltjugendtag mit Papst Benedikt XVI. gefeiert wird, ist das Klima in dieser Jahreszeit zwar recht mild. Aber zuvor weilen die „Paderborner“ Weltjugendtags-Pilger zu den „Tagen der Begegnung“ in der Diözese Sandhurst im Südosten des Kontinents. Und dort, so die australischen Organisatoren der Tage vom 9. bis 14. Juli, könne es ziemlich kühl sein. Drei Flugzeuge bringen die Weltjugendtagsfahrer am Montag, 7. Juli, von Frankfurt nach Singapur.

Von dort geht es mit zwei Maschinen weiter nach Melbourne. Wenn die jungen Leute nach ihrem 21-Stunden-Flug schließlich australischen Boden betreten, wird es wegen des großen Zeitunterschiedes zwischen Deutschland und Australien bereits Mittwoch sein. Von Melbourne fahren die Pilger aus dem Erzbistum Paderborn in die etwa 120 Kilometer entfernte Stadt Bendigo, der „Hauptstadt“ des Bistums Sandhurst. Die südostaustralische Diözese verbindet mit dem Erzbistum Paderborn eine lange Partnerschaft, die auf den aus Paderborn stammenden Priester Dr. Heinrich Backhaus zurückgeht. Backhaus war von 1852 an Priester in Australien mit dem Auftrag zur Seelsorge im Gebiet der heutigen Diözese Sandhurst. 30 Jahre lang wirkte Backhaus dort und war zuletzt Generalvikar der 1874 errichteten Diözese.

Untergebracht sind die Gäste aus Paderborn während der „Tage der Begegnung“ in Privatunterkünften bei Gastfamilien. Am Tag ihrer Ankunft wird es in der katholischen Schule von Bendigo ein großes Willkommensfestival geben. Wie bei den Weltjugendtagen in Toronto (2002) und Köln (2005) steht auch ein „Tag des sozialen Engagements“ auf dem Programm: Am Freitag, 11. Juli, arbeiten die Weltjugendtagsteilnehmer gemeinsam mit ihren Gastgebern an Sozialprojekten. Mit Bussen geht es am Montag, 14. Juli, in einer achtstündigen Fahrt weiter nach Sydney, wo am Dienstag, 15. Juli, die Eröffnungsmesse des Weltjugendtages gefeiert wird.

An allen Tagen wartet auf die Weltjugendtagspilger ein vielfältiges Programm mit Katechesen, Gottesdiensten und Festen. Auch Weihbischof Matthias König wird eine Katechese halten. Am Mittwoch, 17. Juli, spricht er über das Thema „Gerufen vom Heiligen Geist“. Am Donnerstag, 17. Juli, wird Papst Benedikt XVI. in Sydney erwartet. Schluss- und Höhepunkt des Weltjugendtages ist die Abschlussmesse mit dem Papst am Sonntag, dem 20. Juli. Schon einen Tag später ist der Rückflug nach Deutschland geplant. Am Dienstag, 22. Juli, werden die Weltjugendtagspilger auf dem Frankfurter Flughafen zurückerwartet. (pdp-n-19.06.2008)