BDKJ Paderborn
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„Wer soll Utopien entwickeln, wenn nicht junge Menschen?“

06.06.2016

BDKJ-Diözesanversammlung beschäftigt sich im Jugendhaus Hardehausen mit Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.


Die Delegierten der zehn katholischen Jugendverbände im Erzbistum Paderborn. Foto: Benjamin Eckert / BDKJ

Ansgar Drücker vom Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e.V. gibt Impulse zum Thema Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Foto: Benjamin Eckert / BDKJ

Warburg/Paderborn. Auf der diesjährigen Diözesanversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) kamen am vergangenen Wochenende Vertreterinnen und Vertreter der zehn katholischen Jugendverbände im Erzbistum Paderborn zusammen. Integration, Willkommenskultur und Alltagsrassismus standen als hochaktuelle Gesellschaftsthemen auch im Mittelpunkt der zweitägigen Versammlung im Jugendhaus Hardehausen. Rund 50 Delegierte fasten dort Beschlüsse, berieten über Themen aus Kirche und Gesellschaft und vertraten so die Interessen von 70.000 Kindern und Jugendlichen im Bistumsgebiet.


Schon die dritte Diözesanversammlung in Folge beschäftigte sich in ihrem Studienteil mit dem Themenkomplex Flucht, Integration und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Ansgar Drücker, Geschäftsführer vom Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e.V., ermutigte die Anwesenden, ihre Funktion als Vorbilder für junge Menschen wahrzunehmen. Die Jugendverbände hätten eine große Verantwortung, aber auch besondere Chancen, Kinder und Jugendliche anzusprechen. „Wer soll Utopien entwickeln, wenn nicht junge Menschen?“, fragte Drücker im Schlusswort seines Vortrages.


Die Versammlung fasste den Entschluss, sich an der bundesweiten Aktion des BDKJ mit dem Schwerpunkt „Demokratie“ zur Bundestagswahl 2017 zu beteiligen und diese auch für die Landtagswahl in NRW zu nutzen. „Es ist notwendig, dass wir Jugendverbände uns von den rechten Tendenzen in unserer Gesellschaft distanzieren und politisch klar Stellung beziehen“, sagte BDKJ Diözesanvorsitzender Sebastian Koppers. Der beeindruckenden Willkommenskultur in Deutschland stünden leider fremdenfeindliche Aussagen und ein deutlich verändertes gesellschaftliches Klima gegenüber. Der BDKJ möchte dies ernst nehmen und den Austausch von der Diözesanversammlung auch in die regelmäßigen Gespräche mit Politikern sowie in die Planung von zukünftigen Aktivitäten einfließen lassen.

Am Sonntag beschloss die Versammlung außerdem, dass die DPSG gemeinsam mit dem BDKJ die Sternsingeraktion in den Jahren 2018 und 2019 durchführen wird und der BDKJ dafür eintritt, das Projekt „Faire Gemeinde“ zu verstetigen.

Die BDKJ-Diözesanversammlung ist das höchste demokratische Gremium der Katholischen Jugendverbände im Erzbistum Paderborn. Der BDKJ ist Dachverband von zehn Katholischen Jugendverbänden mit rund 70.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft.

Ein Video von der Diözesanversammlung gibt's auf YouTube