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Ziele der Kooperation


  • Die Kooperation katholischer Jugend(verbands)arbeit mit den Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn wird intensiviert. Hierbei werden sowohl bestehende Kooperationsformen ausgebaut als auch neue Formen der Zusammenarbeit erprobt.

  • Durch die Trägerschaft der pädagogischen Übermittagsbetreuung und des außerunterrichtlichen Ganztags- und Betreuungsangebotes stellt der BDKJ einen Rahmen zur Verfügung, in dem sowohl dessen Mitgliedsverbände als auch andere Akteure im jeweiligen pastoralen Raum Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Schule sammeln bzw. intensivieren können.

  • Eine Weiterentwicklung des Profils der katholischen Schulen im Erzbistum Paderborn als pastorale Orte erfolgt insbesondere durch die Kooperation und Vernetzung der Akteure aus Jugend(verbands-)arbeit – Schulsozialarbeit – Schulpastoral.

  • Die Systeme Schule und Jugend(verbands-)arbeit erkennen sich in ihrer Unterschiedlichkeit an und verstehen sich als gleichberechtigte Partner bei der Erarbeitung eines optimalen Bildungs-, Erziehungs-, und Betreuungskonzeptes zur Förderung von Chancengleichheit und Bildungsqualität.

Um dieses Vorhaben mit Inhalt zu füllen, wurden Handlungsziele formuliert, die die insbesondere die folgenden Bereiche berücksichtigen: 

Vernetzung am pastoralen Ort Schule

Die Aktivitäten im Kooperationsprojekt „Jugend(verbands-)arbeit & Schule“ basieren auf dem Verständnis, Schule als pastoralen Ort zu gestalten und zu leben. In einer katholischen Schule sind Menschen gemeinsam auf der Suche nach einer immer lebendiger werdenden Beziehung zu Gott, der uns in Jesus Christus ein lebendiges  Gegenüber geworden ist.

Pädagogische Fachkräfte bieten ein personales Angebot, das junge Menschen dabei unterstützt, ihre Berufung zu entdecken und ihr Leben zu verstehen und zu gestalten.

Das heißt für uns…

  • unser Tun immer wieder an der Botschaft Jesu Christi auszurichten und die Welt im Geist der Frohen Botschaft immer wieder neu zu gestalten.

  • eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulsozialarbeiter/innen, Schulseelsorger/innen und der Fachkraft zu fördern.

  • altersgerechte Glaubens-Erfahrungsräume zu eröffnen, in denen junge Menschen sich mit ihrem eigenen Glauben und ihrer eigenen Berufung auseinandersetzen.

  • Schülerinnen und Schüler auf einem Weg zu begleiten, auf dem sie erkennen, dass sie selbst dazu berufen sind Kirche zu sein und Kirche mit zu gestalten; dass sie nicht nur Adressaten, sondern auch eingeständig Handelnde sind.

  • jungen Menschen die Begegnung mit Christinnen und Christen zu ermöglichen, die zum Dialog bereit sind und durch ihr Leben und Engagement Zeugnis geben.

Partizipationsformen und -strukturen

Die Aktivitäten im Kooperationsprojekt „Jugend(verbands-)arbeit & Schule“ fördern die Partizipation von Schülerinnen und Schülern. Partizipation wird verstanden als Beteiligung, Teilhabe, Teilnahme, Mitwirkung, Mitbestimmung und/oder Einbeziehung der jungen Menschen. Das Kooperationsprojekt bietet Raum für Angebote und Aktivitäten, die von jungen Menschen selbst organisiert, gemeinschaftlich gestaltet und mitverantwortet werden.

Ebenso fördert es Strukturen, die Kinder und Jugendliche an Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen direkt selbstbestimmt beteiligen und ihre Anliegen zum Ausdruck  bringen.

Das heißt für uns…

  • dass Schülerinnen und Schüler sich verstärkt als Bestandteil von Schule, Gesellschaft und Kirche verstehen, in der sie als Menschen gewollt sind und in der deren Meinung wertvoll und wichtig ist.
  • dass bestehende Formen und Strukturen (Klassenräte, Schülervertretung, etc.) gestärkt werden und neue Ideen der Partizipation aller Akteure ausprobiert werden um Schülerinnen und Schüler hin zu mündigen Bürgerinnern und Bürgern, Christinnen und Christen zu begleiten.
  • das Einüben von Demokratie, Partizipation und Emanzipation zu ermöglichen, in dem bei Angeboten und Aktionen nicht nur MitarbeiterInnen die Abläufe vorgeben, sondern Schülerinnen und Schüler verstärkt und altersabhängig in alle Abläufe und Entscheidungen der Gruppe eingebunden werden.
  • dass die Einflussmöglichkeiten von Schülerinnen und Schülern an ihren Schulen gegeben sind. Schülerinnen und Schüler sollen eine pädagogische Begleitung erfahren, die diese Möglichkeiten bekannt macht, so dass sie sie annehmen und auch für sich einfordern können.
  • dass die Partizipation auch über die schulischen Belange hinaus gefördert wird und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen, (kommunal-)politischen oder kirchlichen Themen und Fragestellungen gefördert wird und Partizipationsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Bildung und Entwicklung als Einheit von Leib, Geist und Seele

Die Aktivitäten im Kooperationsprojekt „Jugend(verbands-)arbeit & Schule“ basieren auf dem Grundverständnis, den Menschen als Einheit von Leib, Seele und Geist zu sehen. Sie fördern eine ganzheitliche Persönlichkeitsbildung. Hierbei werden insbesondere non-formale und informelle Bildungsprozesse berücksichtigt.

Das heißt für uns…

  • dass Gesundheit, Wohlergehen und spirituelle Entwicklung durch besondere Angebote in Kooperation mit der Schulpastoral und Schulsozialarbeit unterstützt werden.
  • Bildungsprozesse zu initiieren, die die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und Individualität der Schülerinnen und Schüler mit dem Ziel einer selbstbestimmten und erfolgreichen Lebensführung sowohl in Partnerschaft und Familie, als auch in Bezug auf soziale, kulturelle und berufliche und politische Teilhabe fördern.
  • eine besondere Förderung von Jungen und Mädchen, altersentsprechend und bei Bedarf auch in getrennten Gruppen.

Welt als Schöpfung - Zur Verantwortung bereit

Die Aktivitäten im Kooperationsprojekt „Jugend(verbands-)arbeit & Schule“ fördern das katholische Grundverständnis, dass Mensch und Welt ein Geschenk Gottes sind und es unser Auftrag ist, die Welt zu bewahren und zu behüten.

Das heißt für uns…

  • dass Schülerinnen und Schüler sich mit Fragen der Nachhaltigkeit und des kritischen Konsums auseinandersetzen und erkennen, dass auch sie zur Bewahrung der Schöpfung beitragen können.
  • dass Kooperationen mit kirchlichen und kirchennahen Gruppen in den Verantwortungsbereichen Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung gefördert und gemeinsame Aktivitäten ermöglicht werden.

Vernetzung im pastoralen Nahraum

Die Aktivitäten im Kooperationsprojekt „Jugend(verbands-)arbeit & Schule“ fördern die Vernetzung im pastoralen Nahraum und die Kooperation mit in diesem Feld tätigen Akteuren.

Das heißt für uns…

  • dass Schülerinnen und Schüler die Schule als ein in den pastoralen Raum eingebundenen Ort erleben und sich diesem aktiv öffnen.
  • dass Schülerinnen und Schüler Glaubensräume außerhalb der Schule kennenlernen und ihnen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wo sie Kirche erleben können.
  • einen Rahmen zur Verfügung zu stellen, in dem Akteure aus dem pastoralen Raum Erfahrungen in der Kooperation mit Schule sammeln oder intensivieren können.
  • Möglichkeiten zum Engagement aufzuzeigen und Projektkooperationen mit kirchlichen Einrichtungen, Verbänden und Initiativen zu initiieren.