Dankesfeier im Hohen Dom: Sternsinger*innen aus dem ganzen Erzbistum versammelt
Der BDKJ Diözesanverband Paderborn und das Erzbistum Paderborn, vertreten durch BDKJ Diözesanseelsorgerin Helena Schmidt und Weihbischof Matthias König, luden die Majestäten nach Paderborn zur Dankesfeier ein und feierten gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen einen Gottesdienst.
Die Dankesfeier stand ganz im Zeichen der Wertschätzung: Sie wollte all jenen Danke sagen, die sich in diesem Jahr beim Sternsingen engagiert haben – den Anwesenden ebenso wie den vielen Sternsinger*innen, die heute nicht dabei sein konnten. Ihr Einsatz macht weltweit Hoffnung und verändert das Leben von Kindern nachhaltig.
„Schule statt Fabrik“: Sternsingen setzt sich weltweit gegen Kinderarbeit ein
Die diesjährige Aktion Dreikönigssingen stand unter dem Leitwort „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Sie macht auf das Schicksal von Millionen Kindern aufmerksam, die arbeiten müssen, statt zur Schule zu gehen. Ziel ist es, Kinderrechte zu stärken und ihnen den Zugang zu Bildung zu ermöglichen – denn jedes Kind sollte das Recht auf eine Kindheit, auf Schutz und Lernen haben.
Es tut so gut, Gutes zu tun.

Der stellvertretende Bürgermeister von Paderborn, Robert Siemensmeyer, richtete ein herzliches Grußwort an die Sternsinger*innen.
Zu Beginn des Gottesdienstes richtete der stellvertretende Bürgermeister von Paderborn, Robert Siemensmeyer, ein herzliches Grußwort an die Sternsinger*innen. Er würdigte ihren Einsatz und ermutigte: „Bleibt eurer Motivation treu, es macht Spaß, Gutes zu tun auf dieser Welt – gerade in dieser heutigen Zeit.“
Auch die Stimmen der Sternsinger*innen selbst machten deutlich, wie sehr sie durch ihre Teilnahme an der Aktion geprägt wurden. Helene, Sternsingerin aus den Gruppen St. Laurentius und St. Georg aus Paderborn, betonte: „Das Motto Schule statt Fabrik hat uns gezeigt, wie gut es uns geht, dass wir zur Schule gehen dürfen. Wir sind auch dankbar, dass wir mit euch zusammen so viele Spenden für Projekte gegen Kinderarbeit sammeln konnten.“
Jedes Jahr bringen die Sternsinger*innen den Segen in die Politik wie die Staatskanzlei, Rathäuser und dieses Jahr sogar ins Bundespräsidialamt – so machen sie sich auch auf politischer Ebene für das Sternsingen stark. Helena Schmidt betonte ihre Erfahrungen im Austausch mit politischen Verantwortlichen: „Im Gespräch mit Politiker*innen haben wir gemerkt, wie viele Menschen auf der Welt sich nach Gerechtigkeit, Frieden und Zusammenhalt sehnen.“
Bangladesch im Blick: Begegnungen, die verändern

Jacob Ohm berichtete von seiner Begegnung mit Nour, die fünf Jahre lang in einer Fabrik gearbeitet hat und deswegen zunächst keine Chance auf Schulbildung hatte.
Weihbischof Matthias König erzählte den Sternsinger*innen von seinem Besuch in Äthiopien: „Vor Ort sieht man, was mit dem geschieht, was die Sternsinger über Jahrzehnte gebracht haben.“ Damit leitete er zu Jakob Ohm über – dieser war mit einer Delegation des Kindermissionswerks und des BDKJ in Bangladesch, dem diesjährigen Beispielland der Aktion, und hat dort Kinder wie Nour und Tazim kennengelernt. In Bangladesch stehen viele Familien unter enormem wirtschaftlichem Druck, und Kinderarbeit ist ein trauriger Teil des Alltags. Schulbildung ist für viele Mädchen und Jungen nicht selbstverständlich – oft brechen sie sie ab, um zum Familieneinkommen beizutragen.
Nours Geschichte: Wie Sternsingen Zukunft schenkt
Jakob Ohm berichtete von seiner Begegnung mit Nour, die fünf Jahre lang in einer Fabrik gearbeitet hat und deswegen zunächst keine Chance auf Schulbildung hatte. Heute geht sie zur Schule, kann lesen und schreiben und möchte Anwältin werden, um sich für die Rechte von Kindern, besonders Mädchen und Frauen, einzusetzen. Für sie und viele andere Kinder weltweit wird durch das Engagement der Sternsinger*innen eine bessere Zukunft möglich. In seinen bewegenden Worten sagte Ohm: „Ich glaube, Nour wäre, wenn sie jetzt hier bei euch wäre, dankbar und stolz auf euch. Sie würde euch sagen: ‚Ich bin eure Freundin, vom anderen Ende der Welt. Weil wir verbunden sind im Glauben daran, dass es das Gute gibt, dass unser Leben unter einem guten Stern stehen soll. Hier bei uns, aber auch für Kinder wie Nour in Bangladesch, die durch euch eine bessere Zukunft haben.‘“
Gemeinsamer Abschluss in der Paderborner Innenstadt

Nach dem Gottesdienst zogen die Sternsinger*innen in einem stimmungsvollen Umzug durch die Paderborner Innenstadt.
Nach dem Gottesdienst zogen die Sternsinger*innen in einem stimmungsvollen Umzug durch die Westernstraße zum Kino, wo sie den Tag mit einem gemeinsamen Film ausklingen ließen – ein Zeichen von Gemeinschaft, Freude und Dankbarkeit.
Die diözesane Dankesfeier machte deutlich: Sternsingen ist mehr als eine Tradition. Es ist ein Zeichen für eine gerechtere Welt, eine lebendige Glaubensgemeinschaft und ein starkes Bekenntnis zu den Rechten und Chancen von Kindern weltweit. Dafür danken das Erzbistum Paderborn und der BDKJ Diözesanverband Paderborn allen Sternsinger*innen von Herzen.