< Kinder pochen bei Kanzlerin auf ihre Rechte
06.01.2012

Königlicher Segen von Sternsingern aus Balve für die Landesregierung

„Christus mansionem benedicat“ – Christus segne dieses Haus. Mit diesem Segensgruß machten sich etwa 60 Sternsingerinnen und Sternsinger aus den Diözesen Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn heute auf den Weg in die Landeshauptstadt. In der Staatskanzlei nahm sie die Ministerin für Schule und Weiterbildung und stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin, Sylvia Löhrmann, in Empfang.


Die Sternsinger aus St. Blasius Balve brachten stellvertretend für die 15 000 Sternsinger im Erzbistum Paderborn den Segen für das Neue Jahr zur NRW-Landesregierung.

Die Ministerin freute sich sichtlich über ihren jungen Besuch und begann sogleich mit einer Fragerunde zu Kinderrechten und der Tradition der Sternsinger, zu der die Kinder ihr eifrig antworteten. Mit Thesen wie „Kinder haben das Recht auf ein sicheres Zuhause“ und „Kinder haben das Recht, ihre Meinung zu äußern“ informierten die kleinen Königinnen und Könige aus Münster über das diesjährige Aktionsmotto. Mit „Klopft an Türen, pocht auf Rechte!“ setzt sich die Aktion Dreikönigssingen für Kinderrechte auf der ganzen Welt ein. Am Beispiel Nicaraguas zeigen die Sternsingerinnen und Sternsinger, dass ein Recht auf Unversehrtheit, Schulbildung und ein kindergerechtes Leben für viele Kinder nicht selbstverständlich ist. „Viele von ihnen müssen arbeiten, um zum Lebensunterhalt ihrer Familien beizutragen, und können deshalb nicht zur Schule gehen“, betont Alexandra Horster, Landesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in NRW. Andere Kinder werden Opfer von Gewalt und Missbrauch. Mit ihren gesammelten Spenden unterstützen die Sternsingerinnen und Sternsinger Projekte, in denen sich Kinder in Nicaragua für ihre Rechte einsetzen. 

Gaben und Segenswünsche 

Ministerin Löhrmann lobte das Engagement der Sternsinger für Gleichaltrige in Nicaragua und rief bei dieser Gelegenheit dazu auf, sich für die Rechte aller Kinder und Jugendlichen in der Einen Welt einzusetzen: „Not und Hilfsbedürftigkeit müssen auf der ganzen Welt bekämpft werden. Auch bei uns sind Kinderrechte, vor allem Beteiligungsrechte von Kindern, noch lange nicht selbstverständlich.“ Gemeinsam müsse man den Kindern - in der Welt wie bei uns - eine eigene Stimme geben. Diesen Wunsch formulierten auch die Sternsingerkinder aus Essen, als sie den Segenswunsch „20*C+M+B+12“ erklärten, den die Kölner Delegation an die Staatskanzlei anbrachte. Im Anschluss wurde die stellvertretende Minsiterpräsidentin von der Aachener Delegation noch mit köstlichen Printen aus der Kaiserstadt beschenkt, bevor sie die Spendendosen der kleinen Königinnen und Könige reichlich füllte. 

Die Aktion Dreikönigssingen  

Träger der Aktion Dreikönigssingen, an der sich in Nordrhein-Westfalen jährlich rund 100.000 Jugendliche und Kinder beteiligen, sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt und mit bisher knapp 72 Millionen Euro über 60.800 Projekte gefördert. Im vergangenen Jahr sammelten die Sternsingerinnen und Sternsinger in NRW fast 11 Millionen Euro. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Rehabilitation sowie Nothilfe.


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