Anerkennung für innovative Erinnerungskultur
„Wir freuen uns sehr über die Nominierung. Sie ist für uns eine besondere Wertschätzung der Arbeit, die in den vergangenen Jahren in das Projekt geflossen ist. Vor allem bestärkt sie uns darin, neue Wege zu gehen, um junge Menschen für Erinnerungskultur zu gewinnen und Geschichte für sie erfahrbar zu machen“, sagt Nico Schnittger, Pädagogische Leitung der BDKJ Jugendbildung gGmbH und Initiator von „Zeit ohne Zeugen“.
Geschichte digital erleben
Mit Virtual Reality, digitalen Zeitzeugnissen und pädagogischer Begleitung eröffnet „Zeit ohne Zeugen“ Jugendlichen einen besonderen Zugang zur Geschichte des Nationalsozialismus. Sie können beispielsweise das Anne-Frank-Haus in Amsterdam oder die Gedenkstätte Auschwitz virtuell erkunden und sich dabei mit den persönlichen Geschichten von Überlebenden auseinandersetzen. Seit dem Start des Projekts wurden bereits mehr als 2.700 Jugendliche bei über 120 Veranstaltungen erreicht.
Pädagogische Begleitung vor Ort
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die persönliche Begleitung vor Ort: Ein Team aus Ehrenamtlichen begleitet die Jugendlichen während der „Zeit ohne Zeugen“-Veranstaltungen in den Gruppen. Sie unterstützen die Teilnehmenden bei der Nutzung der digitalen Angebote, geben Impulse zur Auseinandersetzung mit den Inhalten und schaffen Raum für Fragen, Austausch und Reflexion. So wird das digitale Erlebnis in einen pädagogischen Prozess eingebettet.
Seit Kurzem begleitet Vanessa Niediek als Projektreferentin „Zeit ohne Zeugen“. „Mich begeistert besonders, wie digitale Möglichkeiten einen persönlichen Zugang zu historischen Themen schaffen können. Gleichzeitig ist uns wichtig, dass das Erleben immer mit pädagogischer Begleitung, Austausch und Reflexion verbunden ist. Die Nominierung ist für uns eine große Motivation, diesen Ansatz weiterzuentwickeln“, sagt sie.
Nominierung als Ansporn
Die Nominierung für den Margot Friedländer Projektpreis 2026 ist für das gesamte Team ein besonderer Anlass zur Freude – und zugleich Ansporn, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen: Geschichte nicht nur zu erzählen, sondern sie erlebbar zu machen und junge Menschen zu einer reflektierten Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart zu ermutigen.
Bildungsarbeit an Schulen
„Zeit ohne Zeugen“ ist ein Bildungsprojekt der BDKJ Jugendbildung gGmbH. Die 2013 gegründete Gesellschaft koordiniert die Kooperation von Jugend(verbands)arbeit und Schule. An elf erzbischöflichen Schulen im Erzbistum Paderborn (neun davon in erzbischöflicher Trägerschaft) arbeiten mehr als 60 pädagogische Mitarbeitende daran, jungen Menschen Bildungs- und Erfahrungsräume zu eröffnen.
Bilder:
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Vanessa Niediek (Projektreferentin „Zeit ohne Zeugen“) und Nico Schnittger (Pädagogische Leitung der BDKJ Jugendbildung gGmbH und Initiator von „Zeit ohne Zeugen“) freuen sich über die Nominierung für den Margot-Friedländer-Preis in der Kategorie Projekte. (BDKJ DV Paderborn)